Sardinien NEU!
13.05. - 31.05.2011

19 Tage
Willkommen in der Welt en miniature. Laut der Legende hatte Gott nach der Erschaffung der Welt nur noch einige Granitbrocken übrig, die er ins Mittelmeer warf und kräftig drauf trat (die alten Griechen nannten Sardinien deshalb Schuhsohle). Zusätzlich nahm er von allen vorher liebevoll geschaffenen Kontinenten etwas Schönes weg. Es ent- stand eine Insel der Felsen, die aber auch Palmen, Oleander und wunderschöne Kastanienwälder umfasst, feinsandige, kilometerlange Strände, herrliche Grotten und Inseln und stille Quellen. Wer Küche und Keller Italiens liebt, ist hier sowieso richtig, samt deren Abwandlung, beeinflusst durch die Jahrhunderte lange Tradition der Schäfer. Die Nuraghen entdeckten es vor 4000 Jahren, nun mit Freuden wir.
Reiseverlauf:
1. Tag:
Livorno - Einschiffen: Ankunft in Olbia - Cala Gonone
Nach unserer Fährüberfahrt erwarten uns 600 m über dem Meer aufragende Felswände im Golf von Olbia. Von Olbia die glückliche war in römischer Zeit ein bedeutendes Handelszentrum geht unsere Fahrt südwärts: Eine Panoramafahrt umrahmt von Weinstöcken, Olivenhainen und Granitlandschaften. Dank tausender von Feuersteinen war man in der Jungsteinzeit steinreich. Beim Abendessen genießen wir gemeinsam erstmals die sardische Küche.
2. Tag:
Bootsausflug am Golf von Orosei und Cala di Luna
Vom Meer aus erspüren wir hinter herrlichen Sandstränden Geschichte: Die Nuragher waren hier, dann die Römer. Später dann machten Piraten und Malaria alles nieder. Wir verweilen an der zauberhaft gelegenen Cala di Luna (Mondbucht), feiner Sandstrand vor Oleanderwäldchen.
3. Tag:
Busausflug Nuoro - Dorgali - Essen mit den Schäfern
Heute fahren wir in die Supramonte, das reizvolle Oberland mit herrlichen Steineichenwäldern. Wir sehen die Provinzhauptstadt Nuoro, in der einst streng nach Stadtteilen getrennt Hirten und Bauern wohnten und Dorgali, berühmt für seinen Rotwein und sein Kunsthandwerk. Mittags genießen wir bei den Schäfern die einfache, aber köstliche traditionelle Hirtenküche Sardiniens mit Su Proceddu, sardischem Spanferkel, Pecorino (Schafskäse) und Pane Carasau (Fladenbrot). Zum Abschluss darf ein Schluck Filu e Ferru (Eisendraht, sardischer Grappino) nicht fehlen.
4. Tag:
Trenino Verde - Fahrt mit dem Grünen Zug
Einzigartig und bekannt im ganzen Mittelmeerraum ist der Trenino Verde, eine Schmalspureisenbahn aus dem 18. Jahrhundert, die sich 30 km im Schneckentempo durch wunderbare Panoramen kurvenreich ans Meer schlängelt. Wir erleben eine wunderbare Fahrt durch die Monti Gennargentu (Silberpass).
5. Tag:
Cala Gonone - Muravera
Weiter südwärts an der Costa Rei treffen wir auf Arbatax mit seinen roten Klippen. Gemeinsam versuchen wir zum Abendessen weitere sardische Spezialitäten, z. B. handgemachte Culurgiones, mit Kartoffeln, Schafskäse und Minze gefüllte Nudeln.
6. Tag:
Sardische Flora und Leckereien aus Küche und Keller
Ein Botaniker erkundet mit uns um unseren Campingplatz herum die Flora der mediterranen Maccia, erklärt uns deren traditionelle Nutzung, was, wie, wofür als Heilpflanze verwendet wird. Nachmittags bringt uns Mariangela, Chefin unseres Campingplatzes, einfache Rezepte näher, um selbst bekannte sardische Gerichte zuzubereiten. Danach versuchen wir uns unter ihrer Anleitung in der Zubereitung des Mirto, eines Likörs aus den Früchten der Myrthe natürlich mit anschließender Verkostung.
7. Tag:
Busausflug Cagliari
Die schöne verwinkelte Altstadt von Cagliari mit altehrwürdigen Palazzi und beschaulichen Plätzen liegt malerisch am Golfo degli Angeli (Engelsbucht). Endlose Arkaden am palmenbestandenen Boulevard Via Roma laden zum Flanieren ein, das Gassengewirr ist kulinarische Anlaufstelle. Darüber thront Castello, das von Bastionen abgeschlossene Altstadtviertel mit dem Dom und den Türmen S. Pancrazio und Elefante. Zu Recht ist man stolz auf sein Archäologisches Museum, das auch wir besuchen.
8. Tag:
Fischer und Gezeiten: Busausflug zu Fischteichen und Muschelzucht
Sicherlich ist Sardinien ein Hirtenland. Dennoch ist es eine Insel im Meer und besitzt zahlreiche Teiche. Heute sehen und hören wir von deren alter Technik des Fischfangs mit den Gezeiten und seinen Schwierigkeiten. Wir freuen uns über Flamingos und besuchen danach noch eine Fischzucht. Ein Mittagessen mit Muscheln und Meeresfrüchten rundet unseren maritimen Tag perfekt ab.
9. Tag:
Ruhetag - Folkloreabend
Nach einem Tag zum Entspannen erfreuen uns abends die typischen sardischen Tänze einer Folkloregruppe. Wir hören die Musik der Launeddas, lauschen sardischen Gedichten und bekommen die Besonderheiten der sardischen Tracht vorgestellt.
10. Tag:
Muravera - Narbolia
Wir wechseln zur Westküste Sardiniens, dessen Süden bereits in vorgeschichtlicher Zeit für seine reichen Erzlager bekannt war. Lange Zeit wurde Silber gewonnen, im 19. Jahrhundert kam Zink dazu. Unweit unseres heutigen Campingplatzes treffen wir noch auf die bedeutende punisch-römische Ausgrabungsstätte Tharros.
11. Tag:
Busausflug Tuili und Nuraghenfestung Su Nuraxi
Unser heutiger Ausflug führt uns in die Vergangenheit Sardiniens und in die vulkanisch geprägte, hügelige Marmilla (Brust). Nördlich von Tuili erhebt sich ein weites, einzigartiges Basaltplateau, wild und unberührt, Heimat halbwilder Pferde zwischen Macchia, Korkeichen und Sümpfen. Su Nuraxi ist die größte Nuraghensiedlung Sardiniens und UNESCO Weltkulturgut. Hier erfahren wir am anschaulichsten viel zu deren hochentwickelter Gesellschaftsform (1855 bis 238 v. Chr.).
12. Tag:
Narbolia - Valledoria
Für weitere 3 Nächte wechseln wir in den Nordwesten Sardiniens auf unseren schön gelegenen Campingplatz am Golfo dell Asinara.
13. Tag:
Busausflug Alghero und Grotta di Nettuno
Es ist an der Zeit, Alghero, die spanische Hafenstadt an der Westküste zu besuchen. Nur 300 Seemeilen trennt sie von Spanien, seit jeher dorthin orientiert. Auf einer kleinen Landzunge wundervoll gelegen, lädt Alghero zum Bummeln, Erkunden und Flanieren ein. Weithin bekannt ist es für seinen Korallenschmuck und seine Küche katalanischen Ursprungs. Die Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno ist eine der schönsten im gesamten Mittelmeerraum. Mit dem Ausflugsboot von Alghero aus (alternativ 656 Treppen) besichtigen wir die Lagune im Inneren.
14. Tag:
Busausflug Sassari und Castelsardo
Eine reizvolle Altstadt mit verwinkelten Gassen rund um den breiten Corso Vittorio Emanuele erwartet uns in Sassari, zweitgrößte Stadt Sardiniens. Ungleich kleiner, aber der touristische Anziehungspunkt schlechthin ist Castelsardo. Große Souvenirläden bieten u.a. die traditionellen handwerklichen Erzeugnisse an. Man kann den Frauen beim Flechten der Körbe zusehen oder auf verwinkelten Treppengässchen zur Burg hochspazieren. 5 km südöstlich von Castelsardo lädt der urige Elefanten-Felsen für einen Fotostopp ein. Gemeinsames Mittagessen.
15. Tag:
Valledoria - Porto San Paolo
Unsere letzte Fahretappe bietet nordwärts nochmals schöne Ausblicke aufs Meer. Wer mag, kann in Arzachena im Museum die Mineralienwelt Sardiniens bestaunen.
16. Tag:
Busausflug Costa Smeralda
Wer hat nicht schon von den Schönen und Reichen und ihren Aufenthalten auf Sardinien, genauer gesagt an der Costa Smeralda, gehört oder gelesen. Den Grundstein zu diesem Paradies legte 1962 Aga Khan. Er machte diese wilde, unberührte Küste zu einem der exklusivsten und teuersten Ferienrefugium der Welt, von namhaften Architekten nach strengen Bauvorschriften sanft in die Natur integriert, die einen neosardischen Stil prägten.
17. Tag:
Bus-/Schiffsausflug Seepark La Maddalena Archipel
Unser letzter Ausflug gehört der größten und bedeutendsten Insel La Maddalena, des gleichnamigen Archipels, welches 1997 zum Nationalpark erklärt wurde. Es besteht aus Dutzenden von macchiabedeckten Eilanden mit zerklüfteten Küsten und wunderschönen Buchten. Die Häuser von La Maddalena (Stadt) ziehen sich malerisch von der Küste bis zu den Hängen hinauf. Lebhafte Piazzen, Markthalle und Fischereihafen ziehen unzählige Besucher an.
18. Tag:
Ruhetag - Abschiedsessen
Ein letztes Sonnenbad genießen, vielleicht noch einen Karton sardischen Wein als Mitbringsel besorgen oder zum Cappuccino das passende Mandelgebäck sospiri (die Seufzer), dann heisst es abends beim Abschiedsessen langsam Abschied von Sardinien zu nehmen.
19. Tag:
Einschiffen in Olbia - Ankunft in Livorno
Heim- oder Weiterreise.
Verlängerung möglich!
Leistungen:
Fähre für Teilnehmer und Fahrzeuge Livorno Olbia und zurück, Begrüßungsessen, Bootsausflug Golf von Orosei mit Cala di Luna, Busausflug Nuoro und Dorgali, Spanferkelessen bei den Schäfern, Fahrt mit dem Grünen Zug, Exkursion mit Botaniker in die mediterranen Dünen, kleiner Kochkurs, gemeinsame Herstellung des Mirto- Liköres, Busausflug Cagliari mit Altstadtführung und Archäologischem Museum, Busausflug Fischer und Gezeiten, Mittagessen mit Meeresfrüchten, Folkloreabend, Busausflug Tuili und Su Nuraxi mit Mittagessen, Busausflug Alghero mit Altstadtführung, Bootsausflug zur Grotta di Nettuno, Busausflug Castelsardo und Sassari incl. Mittagessen, Busrundfahrt Costa Smeralda, Busrundfahrt La Madalena incl. Fähre, Abschiedsessen und zwei weitere Essen, alle Transfers zu Booten, Zügen usw. + Leistungs-ABC, Gesamtkilometer: ca. 930 km.
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