Transsib - Baikalsee - Wieder da !
28.05. bis 19.07.2012

Tourtage: 53 Tage
Fahrtage: 22 Tage
Tourbeginn: Jonsdorf, D
Tourende: Helsinki, F
min. Tourlänge/Tag: 160 km
max. Tourlänge/Tag: 570 km
Tourlänge: ca. 6800 km
Eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn sicher nicht so komfortabel wie das eigene Womo oder Gespann aber das Erleben eines Mythos, der zu den letzten unvergesslichen Abenteuern der zivilisierten Welt zählt. Für ein Teilstück dieser legendärsten und längsten Eisenbahnroute der Welt werden auch wir zusteigen, um andere Gerichte, andere Zeitbegriffe, andere Sitten und Bräuche hautnah zu erleben. Seit ca. einem Jahrhundert verbindet dieser Traum aller Eisenbahnfans und Weltenbummler Europa und Asien, Moskau und Peking. Soweit führt unser aber Weg nicht.
Unser Ziel im Osten ist der See der Superlative: Der Baikalsee 636 km lang, im Mittel 48 km breit und bis zu 1637 m tief. Er wird von 336 Flüssen gespeist und hat nur einen einzigen Abfluss. Kein Wunder, dass der Baikalsee von den Einheimischen auch heiliges Meer oder göttliches Wesen genannt wird. Natürlich kommt das Fahren mit unseren eigenen Fahrzeugen nicht zu kurz, mit denen wir uns wie gewohnt Etappe für Etappe die leidvolle und stolze Geschichte Russlands erobern, wie z.B. das ehemalige Stalingrad oder Moskau oder St. Petersburg. Ebenso erfahren wir uns klangvolle Gebiete wie die an der Wolga, der Taiga und den Ural.
Reiseverlauf:
1. Tag:
Treffen in Jonsdorf/Zittauer Gebirge
Kennen lernen bei sächsischen Spezialitäten.
2. Tag:
Jonsdorf -Grenze- Breslau
Unser Ziel ist Breslau, einst Zentrum Schlesiens.
3. Tag:
Breslau - Krakau
Heute empfängt uns Krakau, das viele als die wahre Hauptstadt Polens ansehen.
4. Tag:
Krakau - Stadtrundfahrt
Wir sehen den Krakauer Marktplatz mit den Tuchhallen und der Marienkirche, den Wawelberg u. v. a.
5. Tag:
Krakau - Prezeworsk
Die Fahrt geht ostwärts bis vor die ukrainische Grenze.
6. Tag:
Prezeworsk -Grenze- Rovno
Wir passieren die polnisch/ukrainische Grenze. Die erste große Stadt am Rande unserer Strecke ist Lvov mit seinem Unesco geschützten historischen Zentrum.
7. Tag:
Rovno - Kiew
Weiter geht es durch die ukrainische Kornkammer nach Kiew, in die Hauptstadt der Ukraine, in eine der ältesten Städte Osteuropas.
8. Tag:
Kiew - Stadtrundfahrt I
Gemeinsam lernen wir v. a. das alte Kiew am rechten Ufer des Dnepr kennen. Ein Folkloreabend verzaubert uns zum Essen mit Liedern und Tänzen.
9. Tag:
Kiew - Stadtrundfahrt II
10. Tag:
Kiew - Charkov
Wir erreichen Charkow in der Sloboda-Ukraine, einem lange fast unbesiedelten Gebiet.
11. Tag:
Charkov - Stadtrundfahrt
Charkow ist eine relativ junge Stadt mit Universität und Hochschulen. Es gibt Bauwerke vom ukrainischen Barock bis hin zum Zuckerbäckerstil der Stalinära.
12. Tag:
Charkov - Antrazit
Kurz vor der russischen Grenze machen wir halt.
13. Tag:
Antrazit -Grenze- Rostov-am-Don
Willkommen in Russland und im einstigen Reich der Kosaken und im Gebiet von Don und Wolga, die das Asowsche und Kaspische Meer miteinander verbinden.
14. Tag:
Rostov-am-Don - Stadtrundfahrt
Auf unserer Stadtrundfahrt hören wir in der südlichsten Millionenstadt Russlands von den Don-Kosaken, die seit dem 14. Jahrhundert hier siedelten, wo sich Jahrhunderte lang die Handelswege kreuzten.
15. Tag:
Rostov-am-Don - Volgograd
Mütterchen Russland - wir kommen! Der Schicksalsstrom Wolga durchzieht in großen Schleifen von Westen nach Osten die Weite des Landes und ist der längste Strom Europas (3690 km, mit 200 Stauseen). Tagesziel ist Volgograd, das sich 80 km entlang der Wolga ausdehnt.
16. Tag:
Volgograd - Stadtrundfahrt
Einst siedelten hier die Tartaro-Mongolen, dann die Kalmücken, danach die Don-
Kosaken, schließlich ab dem 18. Jh. die Wolga-Deutschen. Ab 1925 hieß es Stalingrad, seit 1961 Volgograd. Sicherlich verbindet jeder mit dieser Stadt die erbittertsten Schlacht des 2. Weltkriegs. Die damals total zerstörte Stadt zählt heute zu den schönsten Russlands.
17. Tag:
Volgograd - Busausflug
Wir besuchen die Kriegsgräberfriedhöfe dt. und russ. Soldaten und das Freilichtmuseum Alte Serapta, die erste dt. Siedlung.
18. Tag:
Volgograd - Freie Zeit
19. Tag:
Volgograd - Saratov
Wir begleiten die Wolga und erreichen Saratov, die alte Festung. 40.000 Siedler, v. a. Deutsche, ließen sich hier nieder, als 1763 Katarina II. aufrief, sich an den Grenzen des russischen Reiches anzusiedeln.
20. Tag:
Saratov - Stadtrundfahrt
Wir hören, dass der 1. Kosmonaut Juri A. Gagarin nach seinem legendären Flug am 12. April 1961 in der Nähe landete, und sehen u. a. die schöne Markthalle und natürlich die Deutsche Straße.
21. Tag:
Saratov - Samara
Etappenziel ist wieder eine Festung der russischen Zaren.
22. Tag:
Samara - Stadtrundfahrt
Samara war bis 1991 aufgrund seiner Bedeutung als Rüstungszentrum eine für Ausländer verbotene Stadt und im 2. Weltkrieg als Rückzug für die russische Regierung vorgesehen. Den dazu in der Tiefe der Erde errichteten Stalin-Bunker werden wir besichtigen.
23. Tag:
Samara - Ufa
Wir verabschieden uns von der Wolga und ziehen weiter gen Osten. Ca. 100 km westlich des Urals geht der Tag in Ufa, ebenfalls ursprünglich eine Festung des 16. Jh. zu Ende. Man spürt schon asiatische Einflüsse.
24. Tag:
Ufa - Tscheljabinsk
Weiter ostwärts liegt vor uns der Ural, natürliche Grenze zwischen Europa und Asien. Bei durchschnittlichen 500 m Höhe ähnelt er eher einem Mittelgebirge.
25. Tag:
Tscheljabinsk - Stadtrundfahrt
Die Stadt entwickelte sich zu einem der wichtigsten Industriestandorte des Russischen Reiches bzw. der Sowjetunion. Hier wurden die Katjuscharaketen und T-34 Panzer gebaut. Deshalb nannte man die Stadt scherzhaft Tankograd.
26. Tag:
Tscheljabinsk - Ekaterinburg
Ziel ist die wichtige Industrie- und Universitätsstadt Ekaterinburg am Ural, der Dreh- und Angelpunkt unserer Kombi-Reise: Straße - Schiene - Luft. Historisch wurde die Stadt weltweit bekannt als hier 1918 Bolschewiken den letzten russischen Zaren samt Familie ermordeten.
27. Tag:
Ekaterinburg - Stadtrundfahrt und Grenze der 2 Kontinente - Abfahrt mit der Transsib
Wir sehen uns die Hauptstadt des Urals an, benannt nach Katarina der Großen und auch Fenster nach Asien genannt. Am km 1077 steht der bekannte, 4 m hohe Obelisk, der die geographische Grenze zwischen Europa und Asien markiert. Dann endlich: Das Abenteuer Transsib beginnt! Einsteigen, die Türen schließen - Sibirien wartet auf uns.
28. Tag:
Ganztägige Zugfahrt
Wir genießen die Weite Sibiriens vom Zug aus.
29. Tag:
Ankunft in Krasnojarsk - Stadtführung
Frühmorgens treffen wir in Krasnojarsk ein, früher beliebter Verbannungsort unter dem Zarenregime. Auch Lenin und Stalin waren zeitweise hier: 4000 km entfernt von Moskau und bei sehr harten klimatischen Bedingungen.
30. Tag:
Krasnojarsk - Busausflug
Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus ins Naturschutzgebiet Die Säulen.
31. Tag:
Krasnojarsk - Weiterfahrt mit der Transsib
Nach dem gemeinsamen Frühstück rollen wir mit der Transsib Richtung Irkutsk weiter.
32. Tag:
Ankunft in Irkutsk - Stadtrundfahrt
Nach ca. 3400 km Transsib-Fahrt geht dieser Teil unserer Reise zu Ende. Irkutsk war die Drehscheibe für den Handel mit den Schätzen Sibiriens und den Importen aus China (Pelze, Diamanten, Gold, Seide, Tee, Holz). Vitus Bering startete 1728 von hier seine ersten beiden Expeditionen, ca.100 Jahre später verbannte Zar Alexander I. viele revoltierende Adelige hierher.
33. Tag:
Irkutsk - Baikalsee
Nach dem Frühstück fahren wir zum Baikalsee, dem wasserreichsten und geheimnisvollsten Binnensee der Welt. Er enthält 20 % des gesamten Süßwasserbestandes unseres Planeten. Gemeinsam besuchen wir den bekannten Ausflugsort Listvjanka.
34. Tag:
Ruhetag
35. Tag:
Baikalsee - Rückkehr nach Irkutsk
Wir verbringen einen Ausflugstag am Baikalsee mit gemeinsamen Picknick. Die am Baikalsee lebenden mongolischen Ureinwohner, die Burjaten, nennen ihn auch Perle Sibiriens und Brunnen des Planeten.
36. Tag:
Flug Irkutsk - Ekaterinburg
Schwuppdiwupp - schon sind die ca. 3300 km Luftlinie und zwei Stunden Zeitverschiebung wie im Flug vergangen! Wir übernachten wieder in unseren eigenen 4 Wänden! Ab morgen geht es geradewegs auf Moskau zu - die KUGA-Karawane rollt wieder!
37. Tag:
Ekaterinburg - Tscheljabinsk
38. Tag:
Tscheljabinsk - Ufa
39. Tag:
Ufa - Kasan
40. Tag:
Kasan - Stadtrundfahrt mit Kreml
Unser erster großer Stopp seit Irkutsk gilt der Hauptstadt der Autonomen Republik Tartarstan. Die Hälfte der hier lebenden 3,7 Mio. Menschen sind Tartaren. Gemeinsam besichtigen wir die Stadt und v. a. ihren Kreml aus dem 16. Jh. samt dem schiefen Sjüjümbike-Turm, Wahrzeichen Kasans (nach Pisa kann ja jeder fahren!).
41. Tag:
Kasan - Nizhnij Novgorod
Für unsere letzte Etappe vor Moskau haben wir wieder die Wolga erreicht und wieder eine, wegen seiner Kriegsindustrie verbotene Stadt. Diese größte Stadt an der Wolga beherbergte 68 Jahre lang den verbannten Physiker, Dissidenten und Nobelpreisträger Andreij Sacharov.
42. Tag:
Nizhnij Novgorod - Stadtrundfahrt
Bei unserer Stadtrundfahrt bekommen wir einen Eindruck vom riesigen Wolgahafen, vom Kreml, von bedeutenden Kirchen und Kathedralen.
43. Tag:
Nizhnij Novgorod - Moskau
44. Tag:
Moskau - Stadtrundfahrt
So viel zu sehen, so viel zu hören. Mit Bus und Führer erfahren wir Moskau, sehen Kreml und Roten Platz, Lenin-Mausoleum und Kaufhaus Gum und vieles mehr.
45. Tag:
Moskau - Kreml
Ein extra Tag gehört dem Kreml. Die Zarenburg birgt viele Sehenswürdigkeiten von der Krönungskirche der Zaren bis zur Rüstkammer, einer der größten Schatzkammern der Welt. Die Metroführung am Nachmittag wird alle beindrucken.
46. Tag:
Moskau - zur freien Verfügung
Wer mag, kann sich im Kaufhaus Gum nach einer Erinnerung umsehen oder die breiten Boulevards entlang schlendern.
47. Tag:
Moskau - Valdai
48. Tag:
Valdai - St. Petersburg
Bevor wir St. Petersburg, das Venedig des Nordens erreichen, liegt Novgorod, die neue Stadt auf unserem Weg.
49. Tag:
St. Petersburg - Stadtrundfahrt und Eremitage
1703 öffnete Zar Peter mit der Stadtgründung ein Fenster zum Westen. Nach seinen Entwürfen wollte er mitten in einem rückständigen Land eine Stadt zum Vorzeigen erschaffen. Zwei Tage lang offenbart sich uns die einzigartig stilistische Geschlossenheit des gesamten Panoramas.
50. Tag:
St. Petersburg - Puschkin und Katharinenpalast
Im Katharinenpalast sehen wir natürlich auch das Bernsteinzimmer. Mit einem schönen Fest verabschieden wir uns abends von Russland, der russischen Küche und der gesamten Reise.
51. Tag:
St. Petersburg - zur freien Verfügung
Wer möchte, kann einen der bunten Märkte besuchen und vielleicht das beliebteste Mitbringsel, die Matrjoschka - die Puppe in der Puppe in der Puppe
- erstehen?
52. Tag:
St. Petersburg -Grenze- Helsinki
St. Petersburg ade! Wir schließen zügig den Bogen unserer Reise. Tagesziel ist Helsinki, Finnlands Hauptstadt.
53. Tag:
Heim- oder Weiterreise
Von hier aus entscheidet jeder selbst, ob es ihn weiter nordwärts zieht oder doch gen Heimat. Die Rückreise kann dann z. B. per kurzer Fährstrecke Helsinki-Stockholm erfolgen oder mit der Fähre direkt von Helsinki nach Travemünde. Bei der Fährbuchung sind wir gerne behilflich.
Leistungen:
Begrüßungsessen mit sächsischen Spezialitäten, Stadtrundfahrt Krakau, 2 x Stadtrundfahrt Kiew, einmal mit Mittagessen, Folkloreabend mit Essen in Kiew, Charkow Stadtrundfahrt, Rostov-am-Don Stadtrundfahrt, Volgograd (Stalingrad) Stadtrundfahrt, Busfahrt nach Rassoschki: Soldatenfriedhöfe und alte deutsche Siedlung mit Mittagessen, weiterer Busausflug Volgograd, Stadtrundfahrt Saratov mit der Geschichte der alten deutschen Siedlungen, Stadtrund- fahrt Samara mit Besichtigung des Stalin-Bunkers, Stadtrundfahrt Tscheljabinsk, Busfahrt zur Kontinental-Grenze Asien-Europa und Stadtrundfahrt Ekaterinburg, Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn z.T. 1. Klasse, 2-Pers.-Schlafabteile, Stadtführung Krasnojarsk mit Frühstück und Abendessen sowie 2 Nächte Hotel, Busausflug zum Naturschutzgebiet Die Säulen, Stadtrundfahrt Irkutsk sowie 3 Nächte Hotel mit HP, Busfahrt zum Baikalsee, Busausflug am Baikalsee mit Picknick, Flug Irkutsk - Ekaterinburg ECO inkl. Tax, Stadtrundfahrt Kasan mit Kreml-Besichtigung, Stadtrundfahrt Novgorod, Stadtrundfahrt Moskau und Führung Kreml - jeweils mit Mittagessen, Stadtrundfahrt St. Petersburg mit Mittagessen, Besuch und Eintritt Eremitage, Besuch Katharinenpalast in Puschkin mit Bernsteinzimmer und Mittagessen, Übernachtungen auf bewachten Park- und Campingplätzen, Visa: Gebühren und Beschaffung für Russland, zusätzliche russische Begleitung,
+ Leistungs-ABC
Die Reisepässe müssen 7 Wochen vor Reisebeginn bei uns im Büro sein (ansonsten Gebührenzuschläge).
Gerne senden wir Ihnen die Preise unserer Reiseangebote per e-Mail. Fordern Sie diese einfach über unser Kontaktformular an.